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"Und diene treu der Musik" - Paul de Wit

Eszter Fontana, Michael Märker (Hg.)

"Und diene treu der Musik"
Paul de Wit
Musiker, Sammler, Verleger

508 Seiten
298 Abbildungen
Gebunden mit Schutzumschlag
21 x 28 cm
39,80 EUR
ISBN 978-3-89923-472-5

Der Maastrichter Paul de Wit (1852–1925) war ein Visionär und auf vielen Gebieten ein Pionier. 1879 kam er nach Leipzig, einer ausgewiesenen Musikstadt, da er dort die Möglichkeit sah, endlich seine beruflichen Ambitionen zu verwirklichen.
Er wurde als Herausgeber der Zeitschrift für Instrumentenbauund durch die mehrfach aufgelegten Weltdressbücherbald ein international erfolgreicher Musikverleger. Als erster Musiker im deutschsprachigen Raum beschäftigte er sich ab 1882 zudem mit der Viola da gamba und engagierte sich für die Wiedereinführung dieses fast vergessenen Instruments in das Konzertleben. Besonders stolz war er auf seine seit 1882 zusammengetragene Musikinstrumentensammlung, die er ab 1887 öffentlich ausstellte; ihrer Wiedereröffnung im Jahr 1893 wohnte sogar der sächsische König bei. Er betrieb eine Restaurierungswerkstatt und einen Instrumentenverleih und ermöglichte als einer der Ersten die Aufführung Alter Musik auf Originalinstrumenten auch außerhalb seines Museums.
Die Publikation informiert nicht nur über das Leben und Wirken eines Leipziger Kulturschaffenden, Verlegers, Sammlers, Museumsgründers und Musikers, sondern beschreibt auch seine vom Historismus geprägte Zeit. Weitere Beiträge befassen sich mit Paul de Wits beruflichem Werdegang, seinen finanziellen Verhältnissen und seinen internationalen Kontakten. Mehrere Aufsätze widmen sich den Anfängen der Alte-Musik-Bewegung und der Entstehung der großen europäischen Sammlungen alter Musikinstrumente. Darüber hinaus erhält der Leser einen Einblick in seine Wohnsituation und sein Familienleben, seine Reisen und Passionen, kurz: Der Mensch Paul de Wit wird erlebbar. Ein spannendes, zugleich von wissenschaftlichem Anspruch getragenes Buch mit vielen Perspektiven, fesselnden Texten, bisher unveröffentlichten neuen Erkenntnissen und zahlreichen historischen Abbildungen. Es ist ein Beitrag zur Leipziger Kulturgeschichte in internationaler Verflechtung.

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