Mehr als 72 Bauwerke romanischer Zeit liegen an der „Straße der Romanik“, die auf über 1000 Kilometern durch ganz Sachsen-Anhalt verläuft.
Quedlinburg: Kryta der Stiftskirche, Foto: Janos Stekovics
Land der ersten Könige und Kaiser. Nirgendwo sonst stehen so viele romanische Baudenkmäler wie hier, vom Rheinland einmal abgesehen. Die wichtigsten Denkmäler romanischer Zeit gehören zur „Straße der Romanik“, die sich in Form einer Acht durch das Reiseland Sachsen-Anhalt schlängelt. Mit 72 romanischen Bauwerken in 60 Orten des Landes gehört, die Route, seit ihrer Eröffnung 1993, zu den beliebtesten Ferienstraßen Deutschlands. Gottesfürchtigkeit und Machtentfaltung. Wehrhafte Burganlagen geben eine Vorstellung vom Leben der Ritter, idyllische Klosteranlagen bewahren die Geheimnisse mittelalterliche Mönche. Kirchen, Dome, Klöster, Burgen faszinieren. Starke Mauern, stabile Tonnengewölbe, Rundbogenfenster, schmückende Säulen mittelalterliche Bauwerke von der Feldsteinkirche bis zu der zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörenden Stiftskirche in Quedlinburg gibt es auf der „Straße der Romanik“ zu entdecken. Die Nordroute führt von Magdeburg aus durch die Altmark bis ganz in den Norden Sachsen-Anhalts. In Magdeburg steht neben dem berühmten Dom mit der Grablege Ottos des Großen das Kloster Unser Lieben Frauen auf dem Besichtigungsprogramm. In der Altmark trifft man immer wieder auf bezaubernde kleine Dorfkirchen und imposante Bauwerke der Backsteinarchitektur. Auf der Südroute der Straße der Romanik reist man im Harz auf den Spuren der Ottonen und sollte dabei in Halberstadt, Quedlinburg und Gernrode Station machen. Auch in Querfurt, Memleben, Merseburg und Tilleda sind Zeugnisse ottonischer Herrschaft erhalten geblieben. Trutzige Burgen wie die Neuenburg in Freyburg/Unstrut und die Rudelsburg in Bad Kösen hoch über der Saale prägen die Landschaft der Saale-Unstrut-Region in Sachsen-Anhalts "sanftem Süden".