Bauernschicksale

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Hartwig Prange

Bauernschicksale

 

520 Seiten

zahlreiche z. T. farbige

Abbildungen

gebunden, Schutzumschlag

17 x 24 cm

24,80 EUR

ISBN 978-3-89923-142-7

 

2. Auflage

 

 

Die Bodenreform in Sachsen-Anhalt
Die Bodenreform in Sachsen-Anhalt

Rüdiger Fikentscher, Boje Schmuhl, Konrad Breitenborn (Hrsg.)

 

Die Bodenreform in Sachsen-Anhalt

 

264 Seiten

146 z. T. farbige Abbildungen

gebunden

17 x 24 cm

9,80 EUR

ISBN 3-932863-16-X

Das Buch beschreibt die Veränderungen des Landlebens der DDR im Ergebnis des Herrschaftshandelns der SED. Es geht um Menschen und Familien, die während der sozialistischen Agrarpolitik einen tief greifenden Wandel ihrer Lebens- und Arbeitswelt erfuhren: Die einen verloren den Besitz, die anderen verließen das Land. Die verbliebenen Bauern mussten ihre Selbstständigkeit aufgeben und den weiteren Weg innerhalb oder außerhalb der sozialistischen Landwirtschaft finden. Damit verbunden ist das Spannungsfeld zwischen Zentralismus und Autokratie des Machtapparates auf der einen sowie dem Willen zur Unabhängigkeit und Selbstbehauptung vieler Bauern auf der anderen Seite.

Entstanden ist eine vielschichtige Berichterstattung, die am Kriegsende beginnt und mit den gefestigten Strukturen der späten DDR-Zeit bzw. mit den Veränderungen nach der deutschen Einheit endet.

Die Darstellung der ländlichen Lebensschicksale basiert auf Aktenstudien, Interviews, persönlichen Erfahrungen und der Auswertung von Fragebögen. Ein Übersichtskapitel beschreibt die Entwicklung der hiesigen Landwirtschaft unter besonderer Beachtung ihrer politischen Steuerung, wobei sich der Leser am Für und Wider originaler Aussagen ein eigenes Bild machen kann. Der Autor stellt sich der Aufgabe, eine späte Wahrheitsfindung und Rechtfertigung beispielhaft für einige Personen zu suchen, die den repressiven Methoden der „Diktatur des Proletariats“ in besonderer Weise ausgesetzt waren. Die Texte und Fotos, die meist aus der grenznahen nördlichen Altmark stammen, erinnern überdies an eine beeindruckende Land- und Bauernkultur, die in Generationen gewachsen ist und weiterhin das äußere Bild vieler Dörfer prägt.

Gustav Adolf - König von Schweden

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Gustav Adolf - König von Schweden
Die Kraft der Erinnerung
  • 272 Seiten
  • 259 Abbildungen
  • 21 x 28 cm
  • gebunden
  • ISBN 978-3-89923-165-6

Am 6./16. November 1632 tobte nahe der kleinen Landstadt Lützen bei Leipzig eine der verlustreichsten Schlachten des Dreißigjährigen Krieges. 12 800 Mann Infanterie und 6200 Berittene auf schwedischer Seite standen 17 000 kaiserlichen Soldaten unter dem von Gicht und Syphilis schwer geplagten Wallenstein gegenüber. Der führte nach der Auseinandersetzung seine Armee zurück nach Böhmen. Die bedrohten Verbindungslinien zu den lebenswichtigen Ostseehäfen hatten die Schweden gerettet. Gustav II. Adolf aber, ihr König, war 38-jährig gefallen. Ausgeplündert, nur mit drei Hemden und einem Paar Leinenstrümpfen bekleidet, so lag der Tote auf dem Schlachtfeld … Gut anderthalb Jahre dauerte dann die Rückführung des Leichnams, ehe er in der Kirche auf Riddarholmen in Stockholm beigesetzt wurde. Die Geschehnisse bei Lützen bilden bis heute das bekannteste Datum der schwedischen Geschichte.

Wer aber war Gustav Adolf? Der „Löwe aus Mitternacht“? Ein Erobererkönig? Der rechte Mann zur rechten Zeit? Der tatkräftige Verteidiger von Luthers Thesen? Der Retter des Protestantismus? Oder der Todfeind des deutschen Volkes? Ein Held und Streiter für Gottes gerechte Sache? Oder ein Werkzeug seiner Rache? Ein königliches Genie? Einer, der sein Leben für sein Volk opferte? Und für ganz Europa? Oder der größte Eroberer, den es hier seit dem Mongolensturm gegeben hatte? Eine Art Napoleon? Oder nur der Türöffner späterer preußischer Machtentfaltung? Ein problematischer Patron also?

Früh jedenfalls begann der Kult um seine Person. Und auch die Legendenbildung. Heute relativieren wir vieles, weil wir Kriege nicht länger im romantischen Licht sehen wollen. Gründe genug also, vor Ort in Lützen die Kraft der Erinnerung wachzurufen in einer deutsch-schwedischen Jubiläumsausstellung, wie es zum Thema noch keine gegeben hat. Quer durch die Jahrhunderte werden aussagekräftige Zeugnisse der wechselvollen Erinnerung präsentiert. So rückt ein ferner Krieg in unsere Nähe. „Es hat Gewinner seiner Politik gegeben, damals und auch in den nachkommenden Generationen – wirtschaftlich, religiös und kulturell. Aber durch den Krieg auch unendlich viele Verlierer.“

Jena und Auerstedt

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Jena und Auerstedt

 

Ereignis und Erinnerung in europäischer, nationaler und regionaler Perspektive

 

Herausgegeben von Konrad Breitenborn und Justus H. Ulbricht als gemeinsame Veröffentlichung des Landesheimatbundes Sachsen-Anhalt e. V. und des Heimatbundes Thüringen e. V.

 

 

232 Seiten

77 Abbildungen

gebunden, Schutzumschlag

17 x 24 cm

19,80 EUR

ISBN 978-3-89923-160-1

Gefördert. Überwacht.
Gefördert. Überwacht.

Wolfgang Hütt

 

Gefördert. Überwacht.

 

Reformdruck bildender Künstler der DDR  

 

- Das Beispiel Halle -  

 

Veröffentlichungen des Landesheimatbundes Sachsen-Anhalt e. V. 

zur Landes-, Regional- und Heimatgeschichte 

 

herausgegeben von Konrad Breitenborn, Band 1  

 

320 Seiten

32 farbige und 15 Schwarz-Weiß-Abbildungen

gebunden, Schutzumschlag

16,5 x 24 cm

19,80 EUR

ISBN 3-89923-073-6    

 

 

Am 14. Oktober 1806 standen sich in der Schlacht bei Jena und Auerstedt preußische und französische Truppen gegenüber. Ergebnis war der Untergang des alten Preußens, nachdem im August des Jahres mit der Niederlegung der Kaiserkrone schon das „Heilige Römische Reich Deutscher Nation“ sein definitives Ende gefunden hatte. Das deutsche Nationalbewusstsein des späteren 19. Jahrhunderts fixierte die Ereignisse der Schlacht als einen schwarzen Tag der deutschen Geschichte. Napoleon als französischer Kaiser war wegen seiner politischen und militärischen Aktivitäten die historische Gestalt dieses Jahrhunderts. Doch markierte die preußische Niederlage auch den Beginn einer behutsamen Reform- und Neuordnungspolitik, die nach dem Ende der napoleonischen Herrschaft ebenso für den Wiederaufstieg Preußens den Grundstein legte wie für den Weg der mitteldeutschen Kleinstaaten in die Moderne. Noch lange galt „Sedan“ (1870) als „Rache für Jena“ und die Reichsgründung als späte Wiedergutmachung der alten Niederlage.

Jena und Auerstedt wird heute – in Zeiten deutsch-französischer Freundschaft – als europäisches Ereignis erinnert, lange nachdem sich beide Nationen als Erbfeinde gegenübergestanden haben. Im Juni 2006 fand in Naumburg eine Tagung statt, während der Wissenschaftler aus beiden Ländern die legendäre Doppelschlacht aus europäischer, nationaler und regionaler Perspektive neu und streitbar bewerteten und einordneten. Gesucht wurde eine angemessene Form der Erinnerung. Behandelt wurden die museale Erinnerung und der Stellenwert von Kriegserinnerungen im Prozess der europäischen Einigung.

Napoleon war am Tag der Schlacht 37 Jahre alt. Seit 1804 Kaiser der Franzosen, hatte er am 2. Dezember 1805 bei Austerlitz das Heer der Russen und Franzosen besiegt und damit schon am ersten Jahrestag seiner Kaiserkrönung das französische Übergewicht in Mitteleuropa deutlich gemacht. Die Jena-Auerstedter Doppelschlacht war ein weiterer Schritt beim Ausbau der imperialen Stellung Frankreichs. Sowohl Frankreichs Bürgerkönig Louis-Philippe als auch Kaiser Napoleon III. haben sich Jahrzehnte später die Erinnerung an Napoleon als genialen Feldherrn zunutze gemacht und durch Auftragswerke dazu beigetragen, ihn als Nationalhelden im Gedächtnis der Franzosen zu inszenieren. Im umfangreichen Bildteil des Bandes ist dies ebenso wiedergegeben wie zahlreiche Napoleon-Karikaturen, die nach dem Wendepunkt der Völkerschlacht bei Leipzig deutlich kritischer mit ihm umgingen.

Die facettenreichen Beiträge addieren sich auf der Höhe aktueller Forschung zum lesenswerten Kaleidoskop einer bemerkenswerten Erinnerungslandschaft.

Chronica der Sachsen und Nidersachsen

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Johannes Pomarius

Chronica der Sachsen und Nidersachsen

 

mit einem Nachwort von Günther Korbel

 

Reprint

888 Seiten

gebunden

19 x 31,5 cm

65,00 EUR

ISBN 978-3-89923-144-1 

 

 

Johannes Pomarius war ein stolzer Bürger des Hl. Römischen Reiches Deutscher Nation. In diesem Bewusstsein hat er die Chronik der Sachsen und Niedersachsen verfasst. Er bediente sich dabei einer Form der Geschichtsschreibung, die sich im Mittelalter sowie im 16. und 17. Jahrhundert häufig fand: Johannes Pomarius schrieb eine Chronik – auch wenn sein Beruf Pfarrer an der Petrikirche in Magdeburg war. Er hat sich mit dieser enormen Fleißarbeit auch als Geschichtsschreiber hervorgetan.

Pomarius’ Chronik der Sachsen versucht in bescheidenen Ansätzen sachliche und ursächliche Zusammenhänge zwischen den Ereignissen und chronologischen Phasen herzustellen.

Im Umfeld der Geschichtsschreibung entstanden die Chroniken. Sie bildeten den Spiegel des bürgerlichen Selbstverständnisses im späten Mittelalter. Für diese neue selbstbewusste deutsche Kultur hat Johannes Pomarius auf seine unglaublich fleißige Weise einen würdigen Beitrag geleistet.

Magdeburger Bischofschronik

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übersetzt von Hermann Michaelis

herausgegeben von Eckhart W. Peters

 

312 Seiten
61 Abbildungen
gebunden, Schutzumschlag
17 x 24 cm
28,00 EUR
ISBN 978-3-89923-132-8

 

 

Seit 1994 existiert wieder ein Bistum Magdeburg, das deutlich und bewusst an die Geschichte des im Jahr 968 gegründeten und bis zur Reformation bestehenden Erzbistums Magdeburg anknüpft. Die Übersetzung der Magdeburger Bischofschronik aus dem Lateinischen wurde von Hermann Michaëlis bereits 1917 abgeschlossen, der Text in dieser deutschen Fassung bisher jedoch noch nie herausgegeben. Mit der längst überfälligen Veröffentlichung hält der Leser nunmehr eine Publikation in Händen, die nicht nur für Magdeburger und historisch Interessierte spannend und aufschlussreich ist, sondern auch für das heutige Bistum Magdeburg von großer historischer Bedeutung. Als Vorlage für seine Übersetzung benutzte Michaëlis höchstwahrscheinlich die 1883 von Wilhelm Schum editierte lateinische Ausgabe Gesta archiepiscoporum Magdeburgensium, die wiederum verschiedene Quellen berücksichtigte. Die Chronik enthält Aufzeichnungen über denkwürdige geschichtliche Ereignisse, die mit dem Wirken der Magdeburger Bischöfe in Verbindung standen. In einer ausführlichen Einleitung gibt der Autor/Übersetzer neben interessanten Einschätzungen der Entstehungsgeschichte der Magdeburger Bischofschronik auch Hinweise zur Gründung Magdeburgs. Die Einleitung ist mit den handschriftlichen Literaturhinweisen und den Randbemerkungen für die vorliegende Publikation ungekürzt übernommen worden.

Das Buch enthält außerdem den hochinteressanten Beitrag „Hermann Michaëlis – eine Spurensuche“, die die Forschungen von Eckhart W. Peters und Sabine Ullrich zur Biographie des Übersetzers nachvollziehen lassen sowie einen Aufsatz von Michael Kleinen, der die Bedeutung der Magdeburger Bischofschronik als Quelle für Historiker darlegt. Eine Magdeburger Zeittafel 805-1566 komplettiert die Ausgabe.

Gefördert. Überwacht.

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Wolfgang Hütt

 

Gefördert. Überwacht.

 

Reformdruck bildender Künstler der DDR  

 

- Das Beispiel Halle -  

 

Veröffentlichungen des Landesheimatbundes Sachsen-Anhalt e. V. 

zur Landes-, Regional- und Heimatgeschichte 

 

herausgegeben von Konrad Breitenborn, Band 1  

 

320 Seiten

32 farbige und 15 Schwarz-Weiß-Abbildungen

gebunden, Schutzumschlag

16,5 x 24 cm

19,80 EUR

ISBN 3-89923-073-6    

 

 

Wolfgang Hütts Buch über die Entstehungsmechanismen bildender Kunst über 40 DDR-Jahre hin, exemplarisch vorgeführt am Beispiel des ehemaligen Bezirkes Halle (Saale), ist ein hochinteressantes Dokument der Geschichtsaufarbeitung. Die Darstellung ist exzellent recherchiert, gut lesbar und behandelt in nicht geschmäcklerischer Weise ein Reizthema der öffentlichen Diskussion. Sie gibt ihm 15 Jahre nach dem Ende der DDR eine neue Qualität jenseits von Emotionalität oder Eigeninteressen.  Halle mit seiner Kunsthochschule Burg Giebichenstein, der hier geführten Formalismus-Kampagne und exponierten Künstlern (von Erwin Haas und Carl Crodel über Albert Ebert, Otto Möhwald, Willi Sitte bis  Wasja Götze) eignet sich sehr gut dazu, aus dem Besonderen das Allgemeine herauszuarbeiten. In einer Mischung aus Zeitgeschichte und Zeiterleben wird ein System zwischen Lächerlichkeit und Gefahr herauspräpariert, gestützt und ergänzt von jahrelangem Aktenstudium (Protokolle von SED-Gremien, Stasiakten etc.). 

 

Wolfgang Hütts Buch ist ein Glücksfall. Seine Arbeit ist nicht kalkuliert auf Ostalgie hin, aufs Spektakuläre oder Sensationslüsterne. Sie entwickelt mit gleichermaßen distanziertem wie beteiligtem Blick ein objektives Bild, eines weit jenseits schneller Pauschalurteile. 

 

 

Wolfgang Hütt wurde 1925 in Barmen (Wuppertal) geboren, besuchte dort die Volksschule und erlernte von 1939 bis 1941 das Maurerhandwerk. Ein 1942 begonnenes Fachschulstudium beendete die Einberufung zum Kriegsdienst. Von journalistischer Arbeit begleitet, begann er 1946 in Halle (Saale) das Studium der Kunstgeschichte, Geschichte und Archäologie, promovierte 1956 und wurde 1961 als Oberassistent mit Lehrauftrag an der Universität Leipzig wegen des Verdachts staatsfeindlicher Gruppenbildung aus dem Hochschuldienst entlassen. Er arbeitete bis 1969 freiberuflich als Buchautor und danach bis 1971 als Direktor der Staatlichen Galerie Moritzburg in Halle (Saale). Diese Anstellung kündigte er nach Angriffen auf seine Ausstellungspolitik. Seitdem lebt er wieder als freiberuflicher Schriftsteller. Wolfgang Hütt veröffentlichte das wissenschaftliche Standardwerk über die Düsseldorfer Malerschule 1815-1869 und darüber hinaus eine Vielzahl populärwissenschaftlicher und monographischer Publikationen, Kinderbücher über Kunst sowie die beiden Bände seiner Autobiographie "Heimfahrt" und "Schattenlicht".  

 

"Der Kunsthistoriker Wolfgang Hütt hat sich als Wissenschaftler dafür interessiert, wie die politisch Mächtigen der DDR mit den bildenden Künstlern und deren Kunst umgingen, welche Aufgaben und riskanten Möglichkeiten gerade diese Künstler in einer repressiven, kontrollierten und ideologisch vergifteten Gesellschaft hatten, wie sie sich fördern, lenken und ehren ließen, aber auch dafür, wie sie sich Nischen und Freiräume für ihre Arbeit schufen und mit bisweilen hintergründigen Deutungen und Gegenwelt-Entwürfen ihre Wünsche, Hoffnungen, Bedrückungen und Ängste artikulierten.

 

Bei seinen Forschungen konnte der Autor auf viele wichtige archivalische Quellen zurückgreifen, vor allem auf umfangreiche Aktenbestände des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) und auf nachgelassenes Archivgut verschiedener SED-Führungsgremien."  

(Konrad Breitenborn)

Die Bodenreform in Sachsen-Anhalt

BODENREFORM VVZ
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Rüdiger Fikentscher, Boje Schmuhl, Konrad Breitenborn (Hrsg.)

 

Die Bodenreform in Sachsen-Anhalt

 

264 Seiten

146 z. T. farbige Abbildungen

gebunden

17 x 24 cm

9,80 EUR

ISBN 3-932863-16-X

 

 

Veranstaltet von der Gesellschaft für Demokratie- und Zeitgeschichte Sachsen-Anhalt e. V. und der Stiftung Schlösser, Burgen und Gärten des Landes Sachsen-Anhalt befasste sich im November 1997 in Stendal erstmals eine wissenschaftliche Konferenz mit dem Thema "Die Bodenreform in Sachsen-Anhalt". Der vorliegende Band veröffentlicht die Tagungsbeiträge.

In der Provinz Sachsen, dem späteren Land Sachsen-Anhalt, wurde mit der Bodenreformverordnung vom 3. September 1945 der Startschuss für die dann in der gesamten Sowjetischen Besatzungszone durchgeführte Bodenreform gegeben. Erhard Hübener stimmte als Präsident der Provinzialverwaltung dem kommunistischen Verordnungsentwurf jedoch nicht zu.

Bis 1950 sind in Sachsen-Anhalt 3 146 landwirtschaftliche Betriebe mit insgesamt 719 777 Hektar enteignet worden. Aus der Bodenreform gingen über 50 000 Neubauern als neue soziale Gruppe hervor, darunter viele Flüchtlinge, die die Bodenreform oft als Überlebenshilfe und Lebensperspektive begrüßten. Aber Bodenreformland gab es nicht geschenkt, die meisten Neubauern zahlten den auf zehn Jahre verteilten Kaufpreis ratenweise ab.

 

 

 

 

Die Bodenreform vollzog sich als entschädigungslose Zwangsenteignung. Der KPD ging es 1945/46 um die Veränderung der Gesellschaft. Auch die Bodenreform war ihr Mittel zu diesem Zweck. So sollten von den 2259 enteigneten Schlössern und Herrenhäusern etwa 1500 in Neubauerngehöfte aufgeteilt oder dem Erdboden gleichgemacht werden. Das gelang nicht, doch die Eingriffe in die historische Bausubstanz waren erheblich.

Zum ersten Mal wird der Verlauf der Bodenreform in Sachsen-Anhalt in einem Überblick dargestellt. Weitere Beiträge des Bandes befassen sich mit der Bedeutung der Bodenreform für die Vertriebenen, mit dem Schicksal der "sichergestellten" Kunst- und Kulturgüter und mit der Bodenreform als Rechtsproblem.

 

Pressestimmen:

 

"... ein vorbildlich edierter Tagungsband ..."

 

(Frankfurter Allgemeine Zeitung) 

Entnazifizierung ... in der sowjetischen Besatzungszone Köthen/Anhalt

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Alexander Sperk

 

Entnazifizierung und Personalpolitik in der sowjetischen Besatzungszone Köthen/Anhalt

 

Eine Vergleichsstudie (1945-1948)

 

Beiträge zur Geschichte - Band 2

 

492 Seiten

Broschur

17 x 24 cm

29,80 EUR

ISBN 3-89923-027-2

 

 

In der Sowjetischen Besatzungszone zielte die Entnazifizierung sowohl auf die Liquidierung des Hitler-Staates als auch auf den Aufbau eines Gesellschaftssystems sowjetischen Vorbilds. Der Weg dahin war jedoch nicht einheitlich.

Der Autor veranschaulicht an der ersten detaillierten Lokalstudie für das Gebiet der Sowjetischen Besatzungszone, dass es keine für alle Bereiche gültige Entnazifizierungs- und Personalpolitik gab und diese in den Städten recht unterschiedlich verlief. Nicht überall erfolgte ein Kontinuitätsbruch. Viele der alten Eliten überstanden die Säuberungen. Der Neuaufbau integrierte in der SBZ nicht wenige NSDAP-Mitglieder. Das bislang regional und zentral geprägte Forschungsbild - das belegt diese Studie eindrucksvoll - ist auf die Lokalebene nur begrenzt übertragbar.

Geschichte als Beruf

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Geschichte als Beruf

Demokratie und Diktatur

Protestantismus und politische Kultur

 

Festschrift für Klaus Erich Pollman zum 65. Geburtstag

 

herausgegeben von Ramona Myrrhe

 

456 Seiten

gebunden, Schutzumschlag

17,5 x 24,5 cm

35,00 EUR

ISBN 3-89923-101-5

 

 

Klaus Erich Pollmann, geboren 1940 in Duisburg, studierte Geschichte, Germanistik und Politische Wissenschaft. 1971 promovierte er über "Landesherrliches Kirchenregiment und soziale Frage". Seine Habilitation, die 1978 als "Handbuch des Parlamentarismus" gedruckt wurde, zählt bis heute zu den Standardwerken zum Thema. Pollmann lehrte bis 1989 Neuere Geschichte in Braunschweig, war danach als Gast an den Universitäten in Jerusalem und Nebraska-Lincoln. 1993 wurde er als Professor für Geschichte der Neuzeit an die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg berufen. Seit 1998 steht er der Magdeburger Universität in der nunmehr vierten Amtsperiode als Rektor vor.

Der vorliegende Band widmet sich in 27 Beiträgen namhafter Autorinnen und Autoren den Hauptthemen der wissenschaftlichen Arbeit Pollmanns: der Parlaments- und Parteiengeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts, dem deutschen Protestantismus, der Zeitgeschichte und der Hochschul- und Wissenschaftsgeschichte. Der Haupttitel der Festschrift "Geschichte als Beruf" versteht sich als Referenz an den Jubilar. Die Texte der Publikation folgen der Intention Pollmanns, historische Sachverhalte einem breiten Publikum plastisch und lebhaft zu vermitteln. In den Rubriken Demokratie und Diktatur, Protestantismus sowie politische Kultur werden Themen verhandelt wie das Verhältnis von Staat und Kirche in unterschiedlichen Gesellschaftsformen, Kulturpolitik zur Nazi-Zeit, Hochschulautonomie aus historischer Sicht, städtische Entwicklungen aus kulturpolitischem Blickwinkel und viele andere mehr.

Die Festschrift spiegelt das breite Spektrum des wissenschaftlichen Interesses von Klaus Erich Pollmann wider, verfolgt es weiter und wird damit zu einem besonderen Fundus für den geschichtsinteressierten Leser.

Rolande

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Dietlinde Munzel-Everling

Rolande

Die europäischen Rolanddarstellungen und Rolandfiguren

 

200 Seiten

242 Fotos (181 farbig, 61 schwarz/weiß), 110 meist farbige Abbildungen, 2 farbige Karten

gebunden, Schutzumschlag

24,5 x 17,5 cm

19,80 EUR

ISBN 3-89923-104-X

 

 

Ritter Roland verlor als Gefolgsmann Kaiser Karls des Großen und Markgraf der Bretagne 778 im Tal von Ronçeval sein Leben beim Rückzug vom spanischen Feldzug, als christliche Basken die Nachhut überfielen. Bald wurde er Mittelpunkt einer Heldendichtung, die als "Chanson de Roland" vor der Schlacht bei Hastings 1066 den normannischen Kriegern vorgesungen wurde. Im 12. Jahrhundert wird er im "Rolandslied des Pfaffen Konrad" zum christlichen Ritter, der das von Gott verliehene Schwert "Durendart" und das Horn "Olifant" trägt. Er gibt sein Leben für die Verteidigung und Ausbreitung des christlichen Glaubens hin und erlangt dadurch einen Platz im Paradies - ein Vorbild für die jungen Adligen, die es für die Kreuzzüge zu begeistern galt.

Eine ausgesprochen deutsche Erscheinung sind die monumentalen Holz- und Steinfiguren, die ab dem 14. Jahrhundert als Zeichen des kaiserlichen Schutzes und Rechts von Kaiser Karl IV. in Städten aufgestellt werden, die sich gegen ihre Stadtherren auflehnen. Die Bedeutung der jüngeren Rolande ist vor dem Hintergrund ihrer jeweiligen Stadtgeschichte zu sehen - meist sind sie Symbole der Stadtfreiheit, verliehener Privilegien, von Handels- und Zollvorrechten oder der Gerichtsbarkeit.

Mit seinen mehr als 350 Fotografien und Abbildungen gibt das vorliegende Buch erstmalig eine Gesamtschau des Rolands als eine europäische Erscheinung. Roland wird dargestellt als Brunnen- und Prangerfigur, in seiner Wiedergeburt im Deutschen Kaiserreich, im Dritten Reich, als Nagelfigur, als Motiv in Literatur und Musik und als Werbeträger. Heute sind Rolandfiguren touristische Attraktionen, Symbole der Stadtgeschichte und Zeichen des Zusammenhalts der Rolandstädte untereinander. Die in der Publikation enthaltenen Karten dokumentieren alle europäischen Roland-Standorte.

 

Pressestimmen:

"... volkstümlich, griffig, kunterbunt, voller Abbildungen, hübscher Geschichten, zuverlässiger Informationen ... Schon das Buch durchzublättern macht Freude. Immer wieder liest man sich fest, lernt dazu, amüsiert sich." 

 

(Weserkurier)

 

"Das Buch ist sehr schön gestaltet und durchgehend farbig und qualitativ hochwertig bebildert ... Munzel-Everling (hat) eine Publikation vorgelegt, die in den nächsten Jahren sicherlich ein Standardwerk zum Thema bleiben wird."

 

(Bremisches Jahrbuch, Bd. 84)

Auf den Spuren der Wettiner in Sachsen-Anhalt

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Gerlinde Schlenker, Arthur Schellbach, Wolfram Junghans

Auf den Spuren der Wettiner in Sachsen-Anhalt

 

2., erweiterte, überarbeitete Auflage

 

272 Seiten

244 meist farbige Abbildungen

gebunden, Schutzumschlag

17 x 24 cm

24,80 EUR

ISBN 3-932863-00-3

 

 

 

Der 900. Geburtstag Konrads von Wettin war für das Land Sachsen-Anhalt ein sinnträchtiger und würdiger Anlass, die Biographie Konrads, seine zeitgeschichtliche Bedeutung und seine Wirkungsgeschichte für den mitteldeutschen Raum neu zu bedenken und zu würdigen.

Der Band erschien zu Ehren des Markgrafen Konrad I., des Großen, von Meißen, des Begründers des wettinischen Ständestaates.

Den Spuren eines der einflussreichsten Geschlechter des deutschen Hochadels im Gebiet des heutigen Bundeslandes Sachsen-Anhalt wurde nachgegangen.

In 40 Orten unterschiedlicher Wertigkeit können die Autoren das Wirken der Wettiner nachweisen. Als Könige von Sachsen und Polen, als Kurfürsten, Herzöge, Markgrafen, Grafen sowie als Erzbischöfe und Äbtissinnen von freiweltlichen Damenstiften und Nonnenklöstern übten sie einen fördernden, teilweise aber auch hemmenden Einfluss auf die politische, wirtschaftliche und geistig-kulturelle Entwicklung ihrer Herrschaftsgebiete aus.

 

Einer kam durch

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