Schloss und Park Benrath

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Gabriele Uerscheln / Eva-Maria Gruben

 

Schloss und Park Benrath

 

STEKO-Kunstführer – No. 25

64 Seiten

101 farbige Abbildungen und ein Plan der Anlage

Broschur

12 x 17 cm

3,90 EUR

 

ISBN 978-3-89923-152-6

 

Jetzt auch in englischer Fassung!

 

Die Maison de plaisance Schloss Benrath und der zugehörige Schloßpark, eines der beliebtesten Ausflugsziele in der Nähe von Düsseldorf, sind in einer privatrechtlichen Stiftung zusammengeführt. Der französische Baumeister Nicolas de Pigage wies mit seinem Bau über die Architektur des ausgehenden Barock hinaus und setzte zukunftsweisende Akzente. Auffällig am Gesamtkunstwerk Benrath ist neben der dezent geführten Komposition inhaltlicher und formaler Bau- und Schmuckelemente am Übergang zwischen Rokoko und Klassizismus, wie im bauplastischen Schmuck und im Stukkaturenprogramm das Thema Gartenschloß behandelt wird. Hier werden die Freuden ländlichen Lebens gepriesen. Schloß und Park Benrath bilden einen besonderen Ort in unserem kulturellen Gedächtnis, auch weil sich hier historische Partien, Neugestaltungen und denkmalgerechte Rekonstruktionen zu harmonischem Miteinander fügen, weil sich Gartenkompositionen unter freiem Himmel und Architektur ergänzen, weil hier exemplarisch europäische Gartenkunst besichtigt werden kann.

Mit gut einhundert farbigen Fotos und zwei fundierten Texten, die sich mit dem Garten- und Lustschloß des Kurfürsten Carl Theodor sowie mit den zugehörigen Gartenanlagen beschäftigen, werden Attraktivität, historische Entwicklung und Bedeutung des Ensembles ins Bild gerückt und beschrieben. Dieser handliche Führer macht Lust auf einen Besuch und ist gleichzeitig der praktische Begleiter vor Ort.

Gartenträume

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Anke Werner

Gartenträume

Historische Parks in Sachsen-Anhalt

 

Kulturreisen in Sachsen-Anhalt, Band 3

herausgegeben von Christian Antz

Fotografien von Janos Stekovics

 

208 Seiten
404 farbige Abbildungen, Grundrisse und Karten
umfangreicher Serviceteil
Broschur
14 x 21 cm
12,80 EUR
ISBN 3-89923-001-9
2. Auflage

 

 

Sachsen-Anhalt ist eines der denkmalreichsten Bundesländer Deutschlands. Dabei ragen die historischen Garten- und Parkanlagen mit ihren dazugehörigen Schlössern, Klöstern und Städten quantitativ und qualitativ heraus. Neben den bekannten Gärten, insbesondere den Anlagen des Dessau-Wörlitzer Gartenreichs im UNESCO-Weltkulturerbe, den Kuranlagen mit dem Goethe-Theater in Bad Lauchstädt oder den Schlossgärten in Ballenstedt, bilden auch die vielen noch weniger bekannten Parkensembles ein herausragendes kulturelles Erbe und bieten abwechslungsreiche, interessante Besuchserlebnisse. Bedeutende Gartenkünstler und Architekten wie Johann Chryselius, David Schatz und Hermann Korb, die Gärtnerdynastie Schoch, Friedrich Wilhelm von Erdmannsdorff und Peter Joseph Lenné, Eduard Petzold, Hermann Muthesius und Paul Schultze-Naumburg haben in Sachsen-Anhalt ihre Spuren hinterlassen.

Aus über tausend solcher Anlagen wurden 40 Gärten und Parks vom 17. bis 21. Jahrhundert, vom Barock bis zur Land Art zu einem deutschlandweit einmaligen touristischen Netz zusammengeflochten: den Gartenträumen. Von der Altmark bis zur Weinregion Saale-Unstrut, vom Harz bis nach Anhalt, von Klostergärten bis zu Schlossparks, von Wallanlagen bis zur Landschaftskunst, von mauerumgrenzten intimen Gartenräumen bis zu den in weite Auenlandschaften einmündenden Naturräumen an Mulde, Elbe und Unstrut werden Auge und Gefühl eingefangen mit Schönheit und Vielfalt, Natur und Kultur.

 

Lassen Sie sich verzaubern durch das, was Menschenhand in der Geschichte und für die Zukunft, aber immer mit dem Impetus des Schönen und Wahren imstande ist zu schaffen. Sachsen-Anhalt hat mit den Gartenträumen ein landesweites touristisches Projekt initiiert, wo geforscht und gestaltet, saniert und gefördert, aber auch von Anfang an gefeiert und sich erholt wird. Kommen Sie mit diesem Buch auf eine neuartige grüne Reise voller Gärten und Träume.

 

Ein Muss für alle Fans hirtorischer Gärten und Parks!

 

Pressestimmen:

"Beim Blättern fällt der Blick auf wunderbare Fotografien und detaillierte Übersichtspläne der Gärten. Man liest den einleitenden Abriss zur Gartengeschichte und die vierzig Gartenporträts. Am Ende beschließt man, eine Reise zu den Gärten in der Altmark, an Harz und Elbe, Saale und Unstrut zu unternehmen."

 

(Süddeutsche Zeitung)

 

... und hier sehen Sie Bilder aus dem Buch!

 

Europa-Rosarium

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Hella Brumme

Europa-Rosarium

 

Ein Führer durch das Rosarium Sangerhausen

 

48 Seiten

88 farbige Fotos

Broschur

12 x 17 cm

3,95 EUR

ISBN 3-89923-080-9

 

 

Das Europa-Rosarium Sangerhausen beherbergt die größte Rosensammlung der Welt. Hier werden Rosen aus allen Verbreitungsgebieten der Erde und aus allen Epochen der Geschichte erhalten. Das Rosarium ist lebendiges Museum und zugleich auch Forschungsstätte.

Ziel der meisten Gäste des Rosariums Sangerhausen ist es jedoch mit Sicherheit, die Pracht der blühenden Rosen und die weitläufige Anlage dieses einmaligen Pflanzenparks zu bewundern und zu genießen. Mit dem vorliegenden Führer durch das Rosarium Sangerhausen wird den Besuchern ein äußerst hilfreicher Begleiter zur Seite gestellt, der in seiner Ausstattung bisher einmalig ist. Mit seinem handlichen Format passt er in jede Jackentasche und enthält dennoch alle wichtigen Informationen zu der einzigartigen Anlage. Im Büchlein finden sich nicht nur ein Lageplan des Rosariums, Angaben zu Öffnungszeiten, Anfahrt sowie Hinweise für Führungen, Übernachtungen, Gastronomie und andere touristische Hinweise. Er beinhaltet auch viel Aufschlussreiches über Rosensorten, Rosenpflege und Wissenswertes über die Geschichte des Rosariums Sangerhausen.

Die zahlreichen im Rosariums-Führer enthaltenen Farbfotografien stimmen darüber hinaus bestens auf einen Besuch des Pflanzenmuseums ein.

 

Pressestimmen:

"Hier kommt eine Fachfrau zu Wort, die gemeinsam mit dem Verleger Janos Stekovics einen bunten Bilderbogen geschaffen hat, der sich an ein breites Publikum wendet ... Während der Lektüre ist der Leser symbolisch von einem Rosenmeer umgeben."

 

(Ostthüringer Zeitung)

Kloster Michaelstein - Museumsführer

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Marion Probst

Kloster Michaelstein - Museumsführer

 

48 Seiten

83 Abbildungen

Broschur

12 x 17 cm

2,90 EUR

ISBN 3-89923-050-7

 

 

Schloss Leitzkau

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Schloss Leitzkau

 

herausgegeben von Boje E. Hans Schmuhl in Verbindung mit Konrad Breitenborn

 

Schriftenreihe der Stiftung Schlösser, Burgen und Gärten des Landes Sachsen-Anhalt,

Band 3

 

480 Seiten

185 Fotos (111 farbig, 74 schwarz/weiß),

14 Grundrisse und Zeichnungen

gebunden, Schutzumschlag

17 x 24,5 cm

34,00 EUR

ISBN 3-89923-102-3

 

 

Am 18. August 995 erstmals in einer Urkunde Kaiser Ottos III. erwähnt, bekam Leitzkau vor allem durch das hier seit 1138/39 angesiedelte Prämonstratenserchorherrenstift historische Bedeutung. Als im September 1155 Erzbischof Wichmann von Magdeburg und Bischof Wigger von Brandenburg die neue Basilika des Leitzkauer Stiftes weihten, war auch Albrecht der Bär in Leitzkau. Mit der Wiedereinstellung des Brandenburger Bistums und seines Domstiftes zwischen 1161 und 1165 verlor der Leitzkauer Konvent aber seine bisher führende Position in der Diözese Brandenburg.

Kurfürst Joachim II. von Brandenburg nahm 1535 das säkularisierte Stift in seinen Besitz, das dann 1564 der berühmte, von der Weser stammende Obrist Hilmar von Münchhausen kaufte. In eine imposante Schlossanlage umgebaut, gilt diese heute als das östlichste Beispiel der Weserrenaissance und zugleich als Kleinod deutscher Architekturgeschichte. Fast vier Jahrhunderte lang blieb das Schloss Leitzkau im Besitz der Familie von Münchhausen, die 1945 durch die Bodenreform enteignet wurde. Das Gebäudeensemble bestand aus Schloss Neuhaus, der Schlosskirche sowie aus Schloss Hobeck und Schloss Althaus, das - durch Kriegseinwirkung im April 1945 stark beschädigt - schließlich so in Verfall geriet, dass es Anfang der 1950er Jahre abgerissen werden musste. Heute nutzt die Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt das Schloss als Verwaltungssitz.

Der vorliegende Band befasst sich mit der historischen Bedeutung des Prämonstratenserstiftes, der wechselvollen Geschichte des Leitzkauer Renaissanceschlosses sowie mit wichtigen Personen und Ereignissen der Familiengeschichte derer von Münchhausen. Mit ihm liegt nun die erste umfassende und reich bebilderte Darstellung zur Geschichte des Leitzkauer Schlosses vor.

Burg Falkenstein*

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herausgegeben von Boje E. Schmuhl in Verbindung mit Konrad Breitenborn

Schriftenreihe der Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt

Band 4

 

*erhältlich ausschließlich bei der Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt

 

402 Seiten
57 Farb-, 79 Schwarz-Weißfotos,
72 meist farbige Abbildungen, 4 Tabellen und Tafeln
gebunden, Schutzumschlag
17 x 24 cm
29,80 EUR
ISBN 978-3-89923-131-1

 

 

Seit über achthundert Jahren thront die Burg Falkenstein über dem Selketal. Ihre Errichtung geht auf Burchard I. von der Konradsburg zurück, für den sich nach 1142 die Bezeichnung "de Valkenstein" findet. In der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts erhielten die Herren von der Asseburg den Falkenstein als erbliches Lehen. In ihrem Besitz blieb die Burg bis 1945.

Der preußische König erhob August Ludwig von der Asseburg 1840 als Ludwig I. in den Grafenstand. Unter Graf Ludwig wurde die im 18. Jahrhundert stark vernachlässigte und baufällig gewordene Burg instand gesetzt und mit wertvollen Kunstgütern ausgestattet. Damals gestaltete der bekannte Baumeister Friedrich August Stüler einige Wohnräume und den Rittersaal im Stil der Neugotik.

Graf Ludwig stieg zum preußischen Oberjägermeister auf und wurde Chef des königlichen Hofjagdamtes. Und so sahen die Wälder um den Falkenstein auch ganz illustre Jagdgesellschaften. 1843 trafen sich zur "Dreikönigsjagd" die gekrönten Häupter von Preußen, Hannover und Sachsen auf dem Falkenstein, den auch Otto von Bismarck anlässlich einer Harzwanderung im Sommer 1846 gern besucht hat.

Die bereits im 19. Jahrhundert zur Besichtigung freigegebene Burg wurde im September 1945 durch die so genannte Bodenreform enteignet und ab 1946 als Museum eingerichtet. Heute gehört sie zur Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt, die auch für das Museum zuständig ist.

Mit dem jetzt herausgegebenen Band über die Burg Falkenstein gibt es nunmehr einer erste umfassende Darstellung zur wechselvollen Geschichte dieser alten Feste, deren äußere, "mittelalterlich" anmutende Gestalt scheinbar weitgehend unverändert geblieben ist, ein Umstand, der insbesondere in der Zeit der Romantik für Begeisterung sorgte. Diese magnetische Anziehungskraft hat sich die Burg bis in unsere Tage hinein bewahrt.

Pfalz und Schloss zu Merseburg

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Peter Ramm

 

Pfalz und Schloss zu Merseburg

 

64 Seiten

68 farbige Abbildungen

gebunden

16,5 x 24 cm

12,80 EUR

ISBN 3-929330-74-1 

Der Klostergarten Michaelstein

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Hilde Thoms

 

Der Klostergarten Michaelstein

 

80 Seiten

59 meist farbige Fotos

gebunden

17 x 24 cm

9,80 EUR

ISBN 3-89923-094-9

 

 

Mit dem ehemaligen Zisterzienserkloster Michaelstein hat sich nahe Blankenburg am Harz ein Stück Mittelalter erhalten, in abgeschiedener Lage, wie sie einst die Mönche suchten, deren tägliches Leben von einem unmittelbaren Naturverhältnis geprägt war. Der im Stile jener Zeit auf 800 Quadratmetern nachgestaltete Klostergarten mit Hochbeeten, Kräutern, Gewürzpflanzen und Blumen ist ein begehbarer und mit allen Sinnen wahrzunehmender Schau- und Lehrort. Initiiert wurde das Projekt Anfang der 1990er Jahre von der ausgewiesenen Kennerin Hilde Thoms, die ihre 1996 erstmals veröffentlichte Broschüre über den Klostergarten jetzt für eine erweiterte Neuauflage bearbeitete. Das vorliegende Buch setzt die über 200 hier zusammengetragenen Arten in größere Zusammenhänge, ohne dabei auf die lexikonartige Erklärung der einzelnen Pflanze zu verzichten. Wie im Garten selbst, sind auch in der Publikation die Pflanzen mit deutschen und lateinischen Namen aufgeführt. Sie macht mit seltenen, in Vergessenheit geratenen und zu Unrecht gering geachteten Kräutern vertraut. Darüber hinaus enthält sie neben einem Abriss zur Geschichte der Klostergärten und zu historischen Gartenvorbildern eine Anleitung zum Konservieren und Aufbewahren von Kräutern sowie einen kurzen Überblick über Kräuterteemischungen, deren Anwendungsbereiche und Zubereitungsarten.

Das Buch erscheint als erster Band der Schriftenreihe der Stiftung Kloster Michaelstein.

Adel ohne Grenzen

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Andrea Dietrich, Birgit Finger, Lutz Hennig

 

Adel ohne Grenzen

 

Die Herren von Bünau in Sachsen und Böhmen

 

128 Seiten

121 meist farbige Abbildungen

Broschur

17 x 24 cm

9,90 EUR

ISBN 978-3-89923-139-7

 

 

Ob als Gerichtsherren, Schlossbesitzer, Bergbauunternehmer oder Gutsherren – die Herren von Bünau prägten über 350 Jahre die Herrschaft Weesenstein. Das Schloss stand auf einem Felssporn als beeindruckendes vielteiliges Ensemble. Auch als „Zentrum des Luxus und der Moden“ bezeichnet, wurde es in seiner barocken Blütezeit mit einer prächtigen Scheinmalerei wirkungsvoll vereinheitlicht. Prunkvolle Säle mit Tapeten, Stuck und Malereien, der sagenumwobene Mönchsboden oder eine große barocke Schlosskapelle erinnern im Inneren an das erfolgreiche Wirken dieser Adelsfamilie. Zwölf Generationen über drei Linien hinweg, besaßen Schloss Weesenstein, das 1318 das erste Mal in der Geschichte Erwähnung fand. Von hier gingen die Bünaus nach Nordböhmen, wo sie über einhundert Jahre ansässig blieben. Geprägt haben sie die Landschaft beiderseits der Grenzen maßgeblich. Viele ihrer Spuren sind noch heute zu erkennen

Die vorliegende, reich illustrierte Publikation zur Schlossgeschichte erscheint anlässlich des 600-jährigen Belehnungsjubiläums der Herren von Bünau mit der Grundherrschaft Weesenstein. Neben dem informativen, gut lesbaren Text machen die zahlreichen historischen Darstellungen und aktuelle Fotografien Schloss Weesensteins und der bünauischen Schlösser und Herrensitze das Buch einerseits zu einem umfassenden und interessanten Geschichtsspiegel und darüber hinaus zu einem wertvollen Führer durch das „Bünauland“.

Die Eckartsburg

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Die Eckartsburg

 

Schriftenreihe der Stiftung Schlösser, Burgen und Gärten des Landes Sachsen-Anhalt,

Band 1

herausgegeben von Boje Schmuhl in Verbindung mit Konrad Breitenborn

 

 

416 Seiten

250 meist farbige Abbildungen

Leinen, Schutzumschlag

17 x 24 cm

24,80 EUR

ISBN 3-929330-93-8

 

 

Mit der umfangreichen Publikation über die Eckartsburg begründet die Stiftung Schlösser, Burgen und Gärten des Landes Sachsen-Anhalt eine Schriftenreihe. Angestrebt wurde eine zusammenfassende Publikation zur Geschichte der Eckartsburg. So, wie diese jetzt vorliegt, ist sie gewiss die erste ihrer Art. Von vornherein war aber auch beabsichtigt, Themen aufzugreifen, die etwas "abseits" der traditionellen historischen Betrachtung lagen. So richtete sich der Blick nicht ausschließlich auf solche Bereiche wie Baugeschichte und politische Historiographie, einbezogen wurden auch Studien zur regionalen Kultur- und Sozialgeschichte ebenso wie denkmalpflegerische Überlegungen. Als Autoren waren hauptsächlich Historiker und Archivare beteiligt, doch gewann dieses Buch eben gerade durch die Einbeziehung von Autoren, die sich des Themas auf Grund ihrer eher praktisch angelegten beruflichen Tätigkeit annahmen oder aber die Burggeschichte aus vorwiegend heimatgeschichtlichem Interesse erforschen, deutlich an Profil und inhaltlicher Substanz. Mit seinen einzelnen Beiträgen und den zahlreichen wissenschaftlichen Anmerkungen bietet der Band zunächst eine umfassende Bilanz der gesamten älteren und neueren Literatur zur Geschichte der Eckartsburg. Ältere Schriften wurden für die eigenen Darstellungen genutzt und - wenn erforderlich - unter neuen Forschungsaspekten kritisch beleuchtet. Neues, der Forschung bisher nicht bekanntes oder noch nicht ausgewertetes Archivgut konnte in den Landesarchiven von Magdeburg und Merseburg, im Sächsischen Hauptstaatsarchiv in Dresden sowie im Naumburger Archiv des Burgenlandkreises festgestellt und für diesen Band wissenschaftlich erschlossen werden. Mehrere Beiträge nehmen deutlich Bezug auf die Burggeschichte während der Weimarer Republik, der Zeit des Dritten Reiches und des politischen Regimes der DDR. Schon seit Jahrzehnten als "1000jährige" Eckartsburg apostrophiert, war und ist die alte Feste zugleich ein Symbol für die Heimat. Sie drückt Verwurzelung darin aus und ist für die Menschen in Mitteldeutschland immer schon ein beliebtes Ziel für familiäre Ausflüge gewesen. Schon deshalb ist es selbstverständliches Anliegen dieses Bandes, nicht nur dem Fachmann neue wissenschaftliche Erkenntnisse zu vermitteln, sondern mit einer breiten Themenvielfalt einen darüber hinausgehenden Interessentenkreis anzusprechen.

 

"... ein prächtiger Band ... Kurzum ein Heimatbuch der Extraklasse"

(Thüringer Allgemeine)

 

"Für alle Freunde alter Burgen ist dieses prächtige Werk über die Eckartsburg eine Augenweide."

(Leipziger Volkszeitung)

Jagdschloss Letzlingen II

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Jagdschloss Letzlingen II

 

Schriftenreihe der Stiftung Schlösser, Burgen und Gärten des Landes Sachsen-Anhalt,

 

herausgegeben von Boje Schmuhl in Verbindung mit Konrad Breitenborn

Band 2/2, Teil 2: 1861-2001

 

360 Seiten

170 Abbildungen

Leinen, Schutzumschlag

17 x 24 cm

28,80 EUR

ISBN 3-932863-54-2

 

 

Das nach 1841 von Preußens König Friedrich Wilhelm IV. aus seinem "Dornröschenschlaf" erweckte Jagdschloss Letzlingen wurde zwischen 1861 und 1912 unter Wilhelm I. und dessen Enkel Wilhelm II. als Ausgangsort und gesellschaftlicher Mittelpunkt zahlreicher Hofjagden weit über die Grenzen der Altmark hinaus bekannt.

Das Jahr 1861 markiert mit dem Tod Friedrich Wilhelms IV. und dem Regierungsantritt seines Bruders Wilhelm I. sowohl eine einschneidende politische Zäsur in der preußischen Geschichte, wie andererseits mit der Fertigstellung und Einweihung der noch nach Plänen Friedrich Wilhelms IV. entstandenen Schlosskirche ein wichtiger Einschnitt in der Baugeschichte des Jagdschloss-Ensembles.

Im Schloss weilten illustre Jagdgesellschaften mit viel in- und ausländischer Prominenz, die sowohl den Wildreichtum der Heide als auch die entspannte Atmosphäre eines solchen "Rendevous" zu schätzen und zu nutzen wußten. So manche wichtige politische Entscheidung wurde im Letzlinger Jagdschloss getroffen.

Nach der Abdankung Kaiser Wilhelms II. im November 1918 war das Schloss von 1922 bis 1933 an die Freie Schul- und Werkgemeinschaft verpachtet. Die 1933 von den Nationalsozialisten aufgelöste Schule unterrichtete nach reformpädagogischen Grundsätzen.

1933/34 diente das Schloss der NSDAP als SA-Sportschule. Ab 1940 befand sich hier das Reservelazarett Nr. 105, und von 1945 bis 1991 fand das einstige Jagddomizil der Hohenzollern schließlich Verwendung als Krankenhaus.

Von 1997 bis 2001 wurde das Schloss umfassend rekonstruiert und saniert. Die museal genutzte erste Etage ist seit dem 19. Januar 2001 erstmals öffentlich zugänglich.

Mehrere Beiträge des Bandes geben Auskunft über die Jagdgeschichte der Colbitz-Letzlinger Heide, die nach 1871 zwar durch die "Kaiserjagden" Wilhelms I. und Wilhelms II. bestimmt war, aber danach noch viele andere wechselvolle Schicksale erfuhr. Trotz der 1935 erfolgten Einrichtung eines Artillerieversuchsplatzes wurde die Heide im Dritten Reich als Staatsjagdrevier genutzt. Auch Hermann Göring hat hier auf Schwarzwild gejagt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg übernahm für nahezu fünf Jahrzehnte die Rote Armee den Schießplatz. Im militärisch besetzten Gebiet lag die Jagdhoheit bei der sowjetischen Armeeführung, die der umfänglichen Selbstversorgung ihrer Soldaten durch Wilddieberei aber keinen Einhalt gebot.


SF