Johannes Pomarius war ein stolzer Bürger des Hl. Römischen Reiches Deutscher Nation. In diesem Bewusstsein hat er die Chronik der Sachsen und Niedersachsen verfasst. Er bediente sich dabei einer Form der Geschichtsschreibung, die sich im Mittelalter sowie im 16. und 17. Jahrhundert häufig fand: Johannes Pomarius schrieb eine Chronik – auch wenn sein Beruf Pfarrer an der Petrikirche in Magdeburg war. Er hat sich mit dieser enormen Fleißarbeit auch als Geschichtsschreiber hervorgetan.
Pomarius’ Chronik der Sachsen versucht in bescheidenen Ansätzen sachliche und ursächliche Zusammenhänge zwischen den Ereignissen und chronologischen Phasen herzustellen.
Im Umfeld der Geschichtsschreibung entstanden die Chroniken. Sie bildeten den Spiegel des bürgerlichen Selbstverständnisses im späten Mittelalter. Für diese neue selbstbewusste deutsche Kultur hat Johannes Pomarius auf seine unglaublich fleißige Weise einen würdigen Beitrag geleistet.