Mummenschanz und Narrenfest

Karneval VVZ
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Harald Schulze

Mummenschanz und Narrenfest

 

Karneval in der preußischen Provinz Sachsen

und den DDR-Bezirken Halle und Magdeburg

 

128 Seiten

56 Fotos, 50 Abbildungen, 3 Karten

Broschur

17 x 24 cm

11,11 EUR

ISBN 3-89923-108-2

 

 

 

Wenn von Fastnacht, Karneval oder Fasching die Rede ist, denkt man ans Rheinland, die alemannischen Städte und Dörfer oder etwa die Stadt München. Unser Bundesland Sachsen-Anhalt, protestantisch und - seit 1815 - preußisch geprägt, würde wohl niemand mit Fastnachtstradition verbinden.

 

Nach der Lektüre dieses Buches muss man diese Ansicht korrigieren. Zwar dürfte man Sachsen-Anhalt auch heute nicht als eine Hochburg des Karnevals ansehen können. Doch, wie der Autor belegt, gibt es hier lange zurückreichende Traditionen der Fastnacht, die am ehesten als ein tief in der Bevölkerung wurzelnder Brauch der Vertreibung des Winters gedeutet werden können.

Diese Feste, Traditionen und Riten werden in den größeren Rahmen der ländlichen oder städtischen Volksgeschichte gestellt. Sie haben sich von Ort zu Ort ganz unterschiedlich entwickelt und stehen in engster Verbindung mit dem bäuerlichen und handwerklichen Leben, mit christlichen und vorchristlichen Anschauungen, mit Armut und Lebensfreude, mit Ritualen der heranwachsenden Jugend, mit der Art, wie sich Frauen und Männer begegneten, und vielem, vielem mehr.

 

Diese Tradition hat sich in die Moderne gerettet, sie hat die beiden Weltkriege und die Diktatur der Nazis überlebt.

 

Auch die DDR-Zeit wird man nicht unbedingt als günstigen Nährboden für den Karneval werten, wenn die Faschingsvereine auch für ein Stück Buntheit, Lebensqualität und Selbstbestimmtheit sorgen konnten, das in dieser Zeit sonst nicht im Übermaß vorhanden war.

 

Allerdings hatte die Staatssicherheit nach dem Motto "sicher ist sicher" ein argwöhnisches Auge auf dieses Treiben, das man nicht außer Kontrolle geraten lassen wollte.

Und heute? Zahlreiche Karnevalsvereine sorgen Jahr für Jahr für die Wahrung der alten Bräuche und erfreuen sich dabei eines großen Rückhalts in der Bevölkerung. Die vorliegende Dokumentation macht klar, in welchem Maße sie dabei in der Tradition früherer Generationen stehen.

 

(Prof. Dr. K. E. Pollmann, Rektor der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg in seinem Vorwort zum Buch)

Der Wald, die Ruhe und das Dorffest

DÜBENER HEIDE RGB shop
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Christel Panzig, Bernd Reuter, Annette Schneider

 

Der Wald, die Ruhe und das Dorffest

 

Die Dübener Heide aus der Sicht ihrer Bewohner

 

168 Seiten

51 Fotos, 48 Tabellen und Diagramme

gebunden

17 x 24 cm

16,80 EUR

ISBN 978-3-89923-156-4

 

 

 

Erstmalig hat sich der Landesheimatbund Sachsen-Anhalt e. V. intensiv mit dem gegenwärtigen Leben in einer Region auseinandergesetzt – nicht nur themenspezifisch in Tagungen, sondern auch mit einer Fragebogenaktion, mit vielen Interviews und gemeinsamen Workshops „vor Ort“.

Warum nun gerade die Dübener Heide? Handelt es sich doch um eine Region, die abseits der großen Städte Halle und Leipzig, aber nahe an ehemaligen, zum Teil noch negativ „erinnerten“ Bergbau- und Industrieorten wie Bitterfeld, Wolfen und Piesteritz liegt; eine Region, die für Camper und Wanderfreunde aus den näher gelegenen Städten bekannt ist, aber für Touristen kaum Attraktives zu bieten scheint und allemal in einschlägigen Tourismusprospekten Sachsen-Anhalts nur unter den Stichwörtern „Kur“, „Reiten“ oder „Urlaub auf dem Bauernhof“ vorkommt – zumeist nicht einmal unter dem regionalen Namen.

Aber gerade diese „Randlage“ in Sachsen-Anhalt, die in der Öffentlichkeit und den Medien unterrepräsentierte Region und eine damit verbundene vermeintliche Perspektivlosigkeit weckten das Interesse der Wissenschaftler und Heimatforscher. Was bedeutet die Dübener Heide den Einwohnern selbst? Mit welchen Methoden kann es gelingen, diese Region nach außen aufzuwerten? Und welche Ideen haben die Einwohner dafür? Diesen und anderen Fragen geht das Buch nach.

Die beiliegende CD-Rom bietet viel Interessantes über die Landschaft und deren Nutzung durch die Menschen.


SF