Böhmerland

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Franz Strunz

Böhmerland

Roman

 

324 Seiten

Broschur

17 x 24 cm

Preis: 24,80 EUR

 

ISBN 978-3-89923-126-7

Wirklich noch ein Buch über die Vertreibung der Sudetendeutschen vor mehr als sechzig Jahren? Ja! Noch ein Buch!

Franz Strunz gelingt hier nämlich das Kunststück einer Gratwanderung – ein Text, der seine Leser immer wieder verwundert, oft beunruhigt und manchmal verstört.

 

Es ist ein verwirrendes Buch, vielschichtig und gescheit, ein Mix aus Heimatliebe und Ironie und Phantasie. Der Autor heißt Franz Strunz, geboren 1941‚ „tief drin im Böhmerwald“, hat also die Vertreibung aus der grünen Wiesen- und Waldheimat als unverständiger Bub noch gerade miterlebt. Aber nicht aus dieser Perspektive entwickelt Strunz den Roman, sondern als gebildeter Altphilologe, wortgewandter Romanist, engagierter politischer Kopf und gleichzeitig als warmherziger, bekennender Böhmerwäldler aus dem vom böhmischen Ostwind bedrohlich umfauchten Dörflein Fürstenhut bei Winterberg.

In die Chronik des Dorfes, dargetan an Familienschicksalen, flicht der Erzähler die Biographie des bedeutendsten Fürstenhuters, des Volkskundlers Rudolf Kubitschek mit ein. Ernste und vergnügliche Kurzgeschichten, Episoden, Anekdoten finden sich in dem Buche noch und noch. Strunz baut Gespräche zwischen seine Epik, erdachte Dialoge, leidenschaftliche Dispute.

Der Autor kniet sich aber auch in Vorgeschichte und objektiven Ablauf der Vertreibung hinein. Das Verbrecherische, ja Teuflische der Vorgänge und auf der anderen Seite die Tragik, Ausweglosigkeit der Sozialdemokraten, ursprünglich wohlmeinender Tschechen, hilfloser Gutmenschen im Inferno des Hasses …

Fürwahr ein reiches Buch, reich im Inhalt, reich in seiner stilistischen Ausformung, vielschichtig und vielgestaltig, ein spannendes Leseabenteuer!

Heimkehr am Strom

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Manfred Köppe

Heimkehr am Strom

Erzählungen

 

Publisher’s Collection 8

132 Seiten

Broschur, Schutzumschlag

14 x 26 cm

12,80 EUR

ISBN 978-3-89923-143-4

Manfred Köppe, dessen 2003 im Verlag Janos Stekovics erschienene Otto-von-Guericke-Novelle „Auch noch diese Stunde“ bereits große Beachtung fand, hat mit dem neuen Erzählband Handlungsfäden seines ersten Buches wieder aufgenommen. Lebenswege in und um Magdeburg und Schönebeck (so auch der Familie Otto von Guerickes) in den Wirren des Dreißigjährigen Krieges werden weiter ausgestaltet und eingeordnet in das Problemfeld „Heimkehr“. Doch nicht allein von der Heimkehr an den Strom, die Elbe, sondern auch von denen, die auf die Heimzukehrenden warteten, ihr Leben daran knüpften, erzählen die 17 Geschichten. Sie handeln vom beginnenden Neuaufbau nach der Katastrophe, von Liebe oder zumindest der Sehnsucht nach ihr, von großen Plänen und den ersten Voraussetzungen ihrer Realisierung, kurz: vom Leben unmittelbar nach der Stunde Null.

Auch diese neuen Erzählungen sind wieder in einer kunstvollen Sprache ausgeformt, die große Vorbildautoren der Weltliteratur zitiert und deren Werke als doppelte Böden einzieht. Auch das zeichnet Manfred Köppes literarische Texte aus.

Fort, fort, der Südost fliegt gerade über Wörlitz!

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Fort, fort, der Südost fliegt gerade über Wörlitz!

Der Garten und seine Dichter um 1800

 

herausgegeben und mit einem Nachwort von Christian Eger

 

128 Seiten

7 zeitgenössische Abbildungen

gebunden, Schutzumschlag

12,5 x 21 cm

14,80 EUR

ISBN 3-929330-76-8

2. Auflage

 

 

Es gibt um 1800 so viele Touristen wie Motive, um nach Wörlitz zu reisen. Erbauung lockt, Bildung und Amüsement. Kein Tag vergeht "ohne Rollwagen voll Fremder". Jean Paul und Goethe, Novalis und Hölderlin, Tieck und Wackenroder: Sie alle sind Teilnehmer der großen Dessauer Garten-Wallfahrt, Liebhaber des grünen Open-Air-Salons, der von der "litterarischen Lage von Dessau" profitiert, der "nie versiegenden Gelegenheit, Menschen kennen zu lernen, Erfahrungen zu samlen, und viele merkwürdige Bekanntschaften zu machen". August Rode sieht "alle Stände vermischt lustwandeln". Carl August Boettiger lobt: "Man genoß doppelt, denn man genoß mit Hunderten" - und nicht folgenlos. Lange Briefe entstehen, Tagebuchnotate, Reise- und Landschaftsbilder, Bekenntnisprosa und Stimmungslyrik für jedermann.

Die schönsten Gartenstimmen versammelt dieses Lesebuch. Sichtbar wird: Die Wörlitzer Literatur-Touristen sind "Dilettanti" im allein positiven Wortsinn des 18. Jahrhunderts - Liebhaber der Kunst und Kultur, Fluchtreisende oft, die Eindrücke schöpfen, um schöpfen zu können. "Hier ists iezt unendlich schön" schreibt der junge Goethe an Charlotte von Stein. Jean Paul schwärmt aus und schwärmt: "Ach las mich nicht sagen, wie die in die weite Natur hineingehauenen Licht-Straßen (nicht die Vexierarchitektonik) an meinem Herzen sogen und wie die grillenhaften elysischen Baum-Schatten mich in sich hineinspielten! O wie wenig fehlt mir zur höchsten Seeligkeit - und nur dieses Wenige erscheint mir nie". Das Wenige fehlt allen immer. Es kleiner oder auf Zeit vergessen zu machen ist ein Wörlitzer Versprechen.

 

"Goethe, Hoffmann und Tieck lustwandelten hier, viele wandelte die Lust an und alle schwärmten sie: Mitten in der Provinz fanden sie Weltläufigkeit, wie sie seinerzeit in Deutschland nirgends sonst zu finden war ... wunderbar unprätentiös ist Egers elegantes Bändchen geworden."

 

(Süddeutsche Zeitung)

Mein kurzer Sommer der Ostalgie

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Christian Eger

 

Mein kurzer Sommer der Ostalgie

 

120 Seiten

Broschur, Schutzumschlag

13 x 21 cm

12,80 EUR

ISBN 3-89923-065-5

 

 

Ostalgie: die Sehnsucht nach einer DDR, wie sie hätte gewesen sein können, wenn sie nicht die DDR gewesen wäre. Aber was war die DDR? Was das Jahr 1989? Diesen Fragen geht Christian Eger in seinem Buch nach. In neunzehn Stationen reist er durch die Landschaften des Vergessens. Erinnerungen, Erfahrungen, Ereignisse rücken neu in den Blick: die Staatsgesellschaft DDR, der vierte November 1989, das Ost-Entertainment, das Nachwendedeutschland. Im holländischen Doorn wird der Fluchtpalast Kaiser Wilhelms II. besichtigt, dessen Staat wie die DDR nach einem neunten November verschwand. War der Kaiser an allem Schuld? Mittendrin kommen drei Schriftsteller zu Wort, deren Werk sich mit der DDR verbindet: Jurij Brezan zum Thema Unrechtsstaat, Hermann Kant zum 17. Juni 1953 und Stefan Heym erklärt, warum es ihm nicht gelingen will, einem Kind die DDR zu erklären.

 

 

Christian Eger, 1966 in Dessau geboren lebt in Halle. Er studierte Germanistik, Allgemeine Sprachwissenschaft, Neuere Geschichte und ist Redakteur im Kultur-Ressort der Mitteldeutschen Zeitung.

"Schnatzjer": E seltnes Eksemblar

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Bodo-Eberhard Lochner

 

"Schnatzjer"

 

E seltnes Eksemblar

 

Texte in hallescher Mundart

 

ausgewählt und herausgegeben von Bernd Heinrich

 

96 Seiten

18 Zeichnungen

gebunden, Schutzumschlag

14 x 20 cm

9,80 EUR

ISBN 3-89923-107-4

 

 

Wenige Hallenser werden Bodo-Eberhard Lochner unter seinem bürgerlichen Namen kennen. Der Name "Schnatzjer" hingegen dürfte fast jedem Einwohner der Saalestadt ein Begriff sein. Unter diesem nämlich veröffentlichte der Autor von 1958 bis 1995 in der "Liberal-Demokratischen Zeitung" und deren Nachfolger, dem "Halleschen Tageblatt" Texte in hallescher Mundart. Weit mehr als tausend davon sind in diesen Jahren erschienen. Es sind Momentaufnahmen aus dem Alltag, so humor- wie liebevoll und immer höchst unterhaltsam. Für Hallenser sowieso, für Außenstehende durch die oft skurrilen Wortschöpfungen, den eigenwilligen Klang, die kuriosen Fügungen gewiss nicht minder.

 

Bernd Heinrich - über einige Jahre hinweg Kollege Bodo-Eberhard Lochners beim "Halleschen Tageblatt" und später Mitglied des Mundartvereins "De Dilpsche" - hat im vorliegenden Buch einige der schönsten, reizvollsten und witzigsten Geschichten von "Schnatzjer" ausgewählt, zusammengestellt und herausgegeben. Er trägt damit nicht nur dazu bei, dass "Schnatzjer" unvergessen bleibt, sondern ebenso zur Pflege und zum Erhalt der halleschen Mundart.

 

Zum leichteren Verständnis der für Nicht-Kenner wie eine Fremdsprache anmutenden Ausdrücke enthält das Buch ein Wörterverzeichnis, in dem Begriffe wie "Däätz" (Kopf), "Dust" (Dummkopf), "Kwien" (Hund), "Scheeks" (Junge) "Umme" (Sturz) und viele, viele andere erläutert werden. Das Buch wurde von Andreas Heinrich mit witzig-originellen Zeichnungen illustriert.

 

Pressestimmen:

 

"... ein gelungener Beitrag zum Erhalt und zur Pflege der halleschen Mundart."

 

(Mitteldeutsche Zeitung)

Stalingrad

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Karl-Ludwig Schober

Stalingrad

Befreiung in Gefangenschaft

 

2. Auflage

 

256 Seiten

Broschur

14,8 x 21 cm

16,80 EUR

ISBN 3-932863-02-X

 

 

 

Karl-Ludwig Schober (1912-1999), renommierter Arzt, Fachbuchautor, Universitätsprofessor und Klinikdirektor, erinnert sich seiner Jahre im Sanitätsdienst der deutschen Wehrmacht und seiner grausamen, schuldverstrickten, langen Odyssee nach Hause. Er protokolliert auf eindringliche Weise, wie ihn ein sinnloser Krieg durch das weite russische Land getrieben hat. Als Arzt konnte er auch unter unmenschlichen Voraussetzungen nicht aufgeben, praktisch helfen zu wollen. Als Soldat aber musste er zusehen, wie sein Berufsethos oft zum Scheitern verurteilt war. Darüber hat er Tagebuch geführt: ganz nah an den Fakten, präzise und doch poetisch. Mit dem Blick eines Wissenschaftlers wird hier ein deutsches Trauma und die Befreiung daraus verarbeitet.

Auch noch diese Stunde

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Manfred Köppe

Auch noch diese Stunde

 

Eine Guericke-Novelle

 

116 Seiten

Broschur

20,5 x 12,5 cm

12,80 EUR

ISBN 3-89923-045-0

 

 

"Morden ist Alltag in diesem Krieg. Und Brennen. Und Plündern. Und Peinigen und Prügeln. Das alles zusammen, und was endlich der Tod an Seelen zählte, an diesem Tage, in wenigen Stunden - das ist das unerhörte Maß.

Das Maß aller Greuel. Einer von uns hat später, sehr viel später, an der Schwelle des neuen Millenniums den Beweis geführt, Gericke! Und es war ihm dabei sehr hilfreich, was er in dieser Nacht gedacht hatte."

Otto von Guericke, die Personifizierung des Magdeburger Neubeginns, erinnert sich aus der Kammer heraus, in der er gefänglich gehalten, in einer Nacht mit vielen Gesichtern und Gesichten. Was zu Neuem in seinem Denken führte, präpariert Manfred Köppe in dieser kunstvollen Novelle heraus. 

Sagenhaftes aus Sachsen-Anhalt

Köppe Sagen VVZ
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"Der Deutschen Dreyßig-Jähriger Krieg"

Sagenhaftes aus Sachsen-Anhalt

gesammelt und nacherzählt von Manfred Köppe

 

176 Seiten

gebunden, Schutzumschlag

12,5 x 21 cm

9,80 EUR

ISBN 3-929330-32-6

 

 

Vieles erinnert noch heute an den Dreißigjährigen Krieg. Das seit Jahrhunderten unerhörte Mass an Greueln, Barbarei, Angst, Hunger, Not und Tod blieb gegenwärtig - auch dank der Sagen. Mit ihnen wird längst Vergangenes wieder lebendig.

Historische Fragestellungen erhielten eine überraschende, zumeist nachhaltige Antwort. Historisch Verbrieftes wurde ins Mythische gehoben und kehrte mit einem Wahrheitsanspruch ganz eigener Art an seinen Ursprung zurück.

So sind die Sagen letztlich ein Stück öffentlichen Gebrauchs von Historie.

Diese Sammlung, thematisch eng im Zeitrahmen, aber weit in den Sagenmotiven gefasst, beschränkt sich geographisch auf Sachsen-Anhalt. Sie nahm manches auf, was bisher in keinem Sagenbuch zu finden war. 


SF