Eckehard Mayer ist wieder unterwegs. Auf tatsächlichen Reisen und solchen im Kopf. Er beobachtet und dokumentiert präzise, skeptisch und oft mit hintergründigem Humor. Es geht um die fehlende Intimsphäre bei Handygesprächen und um fragwürdigen Umweltschutz. Verdi schaut streng beim Komponieren zu und Sigmund Freud schwingt den Taktstock. Die Preise einer Imbissbude werden ebenso ad absurdum geführt wie eine idyllische Liebesinsel. Inspiration wird gesucht in großen Vergangenheiten und kleinen Gegenwarten, im Theater und im richtigen Leben. Von zu Hause, der Familie, Begegnungen mit Fremden und Besuchen bei Freunden wird erzählt – sensibel, aber nie rührselig, kritisch, aber nie belehrend. Und immer wieder drängt der musikalische Hintergrund des Autors nach vorn. Mayer als Dirigent, Komponist und Pianist, der Erfahrungen, Erfolge und Niederlagen in seine Texte einfließen lässt. So verleiht er den Gedichten ihren ganz eigenen Charme.
Eckehard Meyer, Komponist, geb. 1946 in Hainsberg (heute Freital), von 1957 bis 1965 Mitglied des Dresdner Kreuzchors, anschließend Musikstudium in Leipzig; von 1970 bis 1982 an verschiedenen Theatern als Repetitor und Dirigent tätig. Seit 1982 am Staatsschauspiel Dresden als Komponist, Dirigent und Pianist. Mit Unterbrechungen Leiter der Schauspielmusik. Kompositionen in allen Genres.
Bühnenwerke: Die Weise von Liebe und Tod (1984, Ballett nach R. M. Rilke), Der goldene Topf (1989, Oper nach E. T. A. Hoffmann, Staatsoper Dresden), Sansibar (1994, Oper nach Alfred Andersch, Schwetzinger Festspiele), Das Treffen in Telgte (2000, nach Günter Grass, Theater Dortmund, UA 2005), Passage (2006, Oper nach Christoph Hein, Synagoge Dresden, Landesbühnen Sachsen).
Veröffentlichte Gedichtbände:
Immer wieder, 2003, Mein anderes Tagebuch, 2005.