Und immer so weiter, je nach Bedarf

Mayer III VVZ
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Eckehard Mayer
Und immer so weiter, je nach Bedarf
Gedichte

112 Seiten
7 Grafiken von Gottfried Körner (Dresden)
Broschur, Schutzumschlag
13 x 20,5 cm
12,80 EUR
ISBN 978-3-89923-182-3


Eckehard Mayer ist wieder unterwegs. Auf tatsächlichen Reisen und solchen im Kopf. Er beobachtet und dokumentiert präzise, skeptisch und oft mit hintergründigem Humor. Es geht um die fehlende Intimsphäre bei Handygesprächen und um fragwürdigen Umweltschutz. Verdi schaut streng beim Komponieren zu und Sigmund Freud schwingt den Taktstock. Die Preise einer Imbissbude werden ebenso ad absurdum geführt wie eine idyllische Liebesinsel. Inspiration wird gesucht in großen Vergangenheiten und kleinen Gegenwarten, im Theater und im richtigen Leben. Von zu Hause, der Familie, Begegnungen mit Fremden und Besuchen bei Freunden wird erzählt – sensibel, aber nie rührselig, kritisch, aber nie belehrend. Und immer wieder drängt der musikalische Hintergrund des Autors nach vorn. Mayer als Dirigent, Komponist und Pianist, der Erfahrungen, Erfolge und Niederlagen in seine Texte einfließen lässt. So verleiht er den Gedichten ihren ganz eigenen Charme.

Eckehard Meyer, Komponist, geb. 1946 in Hainsberg (heute Freital), von 1957 bis 1965 Mitglied des Dresdner Kreuzchors, anschließend Musikstudium in Leipzig; von 1970 bis 1982 an verschiedenen Theatern als Repetitor und Dirigent tätig. Seit 1982 am Staatsschauspiel Dresden als Komponist, Dirigent und Pianist. Mit Unterbrechungen Leiter der Schauspielmusik. Kompositionen in allen Genres.

Bühnenwerke: Die Weise von Liebe und Tod (1984, Ballett nach R. M. Rilke), Der goldene Topf (1989, Oper nach E. T. A. Hoffmann, Staatsoper Dresden), Sansibar (1994, Oper nach Alfred Andersch, Schwetzinger Festspiele), Das Treffen in Telgte (2000, nach Günter Grass, Theater Dortmund, UA 2005), Passage (2006, Oper nach Christoph Hein, Synagoge Dresden, Landesbühnen Sachsen).

Veröffentlichte Gedichtbände:
Immer wieder, 2003, Mein anderes Tagebuch, 2005.

Berührung im Dickicht

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Susann Klossek

Berührung im Dickicht - Gedichte

 

Publisher's Collection - Band 6

 

98 Seiten
Broschur, Schutzumschlag
14 x 26 cm
12,80 EUR
ISBN 978-3-89923-130-4

 

 

"Gedichte, die nicht mit dieser Achtung-Poesie-Attitüde daherkommen, sind mir sympathisch. Susann Klosseks Texte sind klar und desillusioniert und transportieren doch Hoffnung im Mantel der Verzweiflung. Manche der hier vorliegenden Texte erinnern an Charles Bukowski: ‚Marx riet mir zum Klassenkampf / Und Freud mich von meiner Mutter / Zu befreien / Dann kam Hitler / Kratzte sich am Sack / Und schenkte mir / Eine Kapsel mit Zyankali' - das hat Wucht. Überhaupt erzeugen diese Texte Wärme, weil sie sich reiben. An der Banalität des Alltags, den Notlügen und Notkonstruktionen, welche die eigene Not nicht wenden, dafür aber ihre Absender und Adressaten nötigen. ‚Ich kenne sie alle / Die Latrinen dieser Welt', schreibt Susann Klossek, die das Scheitern als ihre größte Leidenschaft bezeichnet und deren Texte man mitunter als Manifeste des Scheiterns lesen kann, die sich mit Sprache so tarnen, als hätten wir es nur mit Abgeklärtheit zu tun. Meistens geht es um die unerfüllte Liebe, wie im richtigen Leben. Und wenn mal wirklich, wie in Paris, die Sonne lacht, dann kann das natürlich nicht so stehen bleiben: ‚Houellebecq würde sich übergeben'. Das ist die Zeile für einen Popsong, der noch geschrieben werden muss! Rote Lippen und Revolution, Brüste und Deckenventilatoren, Vaginas mit Herbstdepressionen, All you can fuck - diese Texte suchen nach dem Existenziellen, nach dem Lebendigen unter der toten Oberfläche. Auch wenn wir in der Lage sind, uns en passant zu berühren und manchmal sogar das Dickicht zu durchqueren vermögen: Lebend kommen wir hier nicht raus!"

(Stefan Maelck)

 

Susann Klossek wurde 1966 in Leipzig als Tochter einer Operndiva und eines Umweltingenieurs geboren. Sie studierte Germanistik und Slawistik, danach wechselte sie in die Wirtschaft. Unmittelbar zur Wiedervereinigung Deutschlands siedelte sie nach Zürich. Dort war sie tätig als Sachbearbeiterin, Exportmanagerin, freie Künstlerin, Barkeeperin und Verlegerin. Dazwischen reiste sie nach Mexiko, Thailand, Vietnam, Kambodscha, Laos, Burma, Bali, Japan, Nepal, Tibet, Russland, USA, Korea, China, Taiwan, Ceylon, Kuba und auf die Philippinen. Momentan arbeitet sie als IT- und Wirtschaftsredakteurin sowie als Kolumnistin eines Lifestylemagazins. 2004 veröffentlichte sie "Nichts und wieder nichts" (Gedichte) und 2005 "Männer" (Shortstories).

Pinselknecht bei Brecht

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Karl-Heinz Drescher  

Pinselknecht bei Brecht - Erinnerungen

 

Publisher's Collection - Band 7

 
92 Seiten
Broschur, Schutzumschlag
14 x 26 cm
12,80 EUR
ISBN 978-3-89923-134-2
Publisher's Collection
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Karl-Heinz Drescher ist 1962 als frischgebackener Hochschulabsolvent in das Berliner Ensemble eingetreten, nicht nur, um im Wechsel mit den jeweiligen Bühnenbildnern Aufführungsplakate zu entwerfen, sondern um als Hausgraphiker für alles zuständig zu sein, was mit graphischer Werbung zu tun hatte, von Programmheft und Besetzungszettel bis zur Außenwerbung in Gestalt großer Aushängetücher.

Drescher hat als Plakatgestalter einen eigenen Duktus entwickelt. Nicht die freie graphische und malerische Komposition war sein Feld, sondern die Montagearbeit mit Schrift und Bild; dabei gelangen ihm - ein großer Bildband über "Die Plakate des Berliner Ensembles" zeigt es - immer wieder exemplarische Lösungen. Aber dies war nur die eine Seite seiner beruflichen Selbstverpflichtung; die andere bezeichnet der Titel seiner Erinnerungen auf humoristisch-diminutive Weise: "Pinselknecht bei Brecht". Das meint: an dem von Brecht gegründeten und bis heute von ihm zehrenden Theater.

Diese Erinnerungen sind ein Erfahrungsbericht aus kleinen, leichthändig auf den Punkt gebrachten Geschichten und Geschichtchen, Porträts und Anekdoten. Was Drescher auszeichnet und was heute, im Zeitalter des Outsourcing und des computergesteuerten Designs immer mehr verlorengeht: eine Handwerksfreudigkeit, der keine Arbeit zu gering ist, um ihr nicht die bestmögliche Fasson zu geben, sehen wir im Widerspiel mit dem Theaterbetrieb, der diesem wachen Beobachter immer neuen Stoff liefert. Wenn Paul Dessau nach der wider Erwarten geglückten "Coriolan"-Premiere den Kopf der Intendantin bei der Nachfeier in eine Basstuba tunkt und mit Sekt überschüttet oder wenn der Hausgraphiker als Statist einer Schlacht-Szene den Schild vergisst und ungeschützt eins übergebraten bekommt - in diesen und anderen Momentaufnahmen scheint das Innenleben einer Truppe auf, die an ihrem Graphiker einen ruhenden Pol in der Erscheinungen Flucht hatte, einen Fixpunkt der Gelassenheit und Solidität, in dessen gastfreiem Atelier das Karussell der Eigenheiten und Eitelkeiten vorübergehend zum Stillstand kam. Solange es Theater als Lebens- und Produktionsform gibt, werden sich seine Teilhaber in diesen Geschichten wiedererkennen.

(Friedrich Dieckmann)

Prometheus 1982

PROMETHEUS VVZ
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Prometheus 1982

 

Unbeliebte Kunst aus der DDR, herausgegeben von Roland Rittig

 

96 Seiten

30 Abbildungen

Leinen, Schutzumschlag

24 x 30 cm

12,80 EUR

ISBN 3-929330-48-2

Wahrheiten sind Glaubenssache

Kraus Schutzumschlag
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Walter Kraus

Wahrheiten sind Glaubenssache

Gedichte

 

mit Illustrationen des Autors

 

160 Seiten

zahlreiche Abbildungen

gebunden, Schutzumschlag

13,5 x 19 cm

14,80 EUR

ISBN 978-3-89923-148-9

Am Anfang waren die Bilder, für die einer Worte fand, um so zur Sprache zu gelangen. Risiken und Nebenwirkungen hat er einkalkuliert. Dieses Gedichtbuch ist das Produkt eines Mannes der verschreibenden Zunft, eines Medizin-Mannes, der bittere Pillen verordnet und sich deswegen Heilkünstler nennen darf. Zur Beschleunigung des Heilungserfolgs empfehlen sich dosierte Anwendung und lautes Lesen. Reim und Rhythmus entfalten erst dann ihre therapeutische Wirksamkeit, die sich ganz entschieden zur Naturkraft des Humors bekennt.

 

Dr. Walter Kraus, geb. 1939 in Nürnberg, studierte nach dem Schulbesuch in Wernigerode von 1956 bis 1962 Medizin in Leipzig und Magdeburg. Nach Facharztausbildung und Tätigkeit als Oberarzt am Bezirkskrankenhaus „Altstadt“ in Magdeburg war er von 1974 bis 2004 Chefarzt in der Medizinischen Klinik des St. Salvator-Krankenhauses in Halberstadt.

Zwischen entwurzelten Steinen

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Renate Sattler
Zwischen entwurzelten Steinen


Gedichte


102 Seiten
mit 8 Grafiken von Susanne Berner
Broschur, Schutzumschlag
13 x 21 cm
12,80 EUR
ISBN 978-3-89923-168-7

 

Steine verbinden die Texte des Debütbandes der Magdeburger Lyrikerin Renate Sattler (Jahrgang 1961), mit dem die Autorin die Essenz ihres bisherigen Lebens vorlegt. In jeder Landschaft, die sie erkundet, sammelt sie Steine und legt im Regal Erinnerung aus als Kreis aus blauen Kieseln, Basalt, Muschelkalk und Feuerstein, ein Kreis aus dem Geschichtenkorb der Erde.
Aus Steinen zieht sie eine Spur von ihrer Kindheit an der Elbe bis zur Erfahrung im letzten Jahrzehnt, über Kreidefelsen und böhmische Vulkane bis zu den Marmorsäulen antiker Städte im Land der Zypressen. Im Theater von Korinth beginnen gerissene Säulen zu leben, und Mama Elisa lädt ein zu Griechischem Salat. Bei den Mohawk in Kanada begegnet sie dem Bildhauer, der das Totem des Wolfes in den Stein bannt, und über den Pazifik folgt sie den Papuas in heilige Berge …
"Die Dichterin arbeitet im Übrigen gekonnt mit dem Poesiearsenal ... manche Texte haben in der Dichterin Handwerk ihren goldenen Boden. Renate Sattlers Auseinandersetzung mit Landschaften (Ostseeküste, Griechenland) oder fremden Kulturen (Westpapua, die Irokesen) sind von Zuneigung und Ernsthaftigkeit geprägt", schrieb Matthias Biskupek zu diesen Texten einer neuen lyrischen Stimme aus Sachsen-Anhalt, die in diesem Buch mit Grafiken von Susanne Berner korrespondieren.


SF