Seit dem Anfang des 19. Jahrhunderts wird der Naumburger Dom kunsthistorisch und historisch erforscht. Jede Geschichte der deutschen Kunst unterrichtet über das weltbekannte Bauwerk der Spätromanik sowie der Früh- und Hochgotik. Dennoch ist seit 1968 keine umfassende Monografie mehr über den Dom erschienen.
Dem Leser werden nicht nur die neuesten Erkenntnisse bei der Erforschung des Werkes des Naumburger Meisters, der Stifterfiguren und der Skulpturen des Westlettners vermittelt, sondern auch neue Überlegungen zur Baugeschichte. Zusätzlich werden alle wichtigen Ausstattungsstücke behandelt, und auch in diesem Zusammenhang wird über die neue Forschung berichtet. Der Textautor ist als Verfasser zahlreicher Monografien u. a. über die Dome zu Erfurt, Halberstadt, Magdeburg, Meißen, Naumburg (1968) bekanntgeworden und darf für sich beanspruchen, den Naumburger Dom besonders gut zu kennen. Hat er doch dort schon 1961-1964 zusammen mit Gerhard Leopold archäologische Ausgrabungen und seit 1977 die Instandsetzung des Bauwerkes und die Restaurierung der gesamten Ausstattung geleitet. Er hat sich auch bei dem vorliegenden Werk bemüht, den Text so abzufassen, daß er nicht nur für den Fachmann, sondern auch für den interessierten Laien leicht verständlich ist. Text und Abbildungen stellen den Naumburger Dom im gegenwärtigen Zustand und auf dem neuesten Stand der Wissenschaft vor.
Die Abbildungen werden zum ersten Male fast alle farbig dargeboten. Bewusst wurde in der Regel in Augenhöhe des Betrachters, also ohne Gerüste, fotografiert. Der unmittelbare Eindruck kann auf diese Weise dem im Mittelalter beabsichtigten am ehesten nahekommen. Auch wurde darauf geachtet, daß bei den frühgotischen Skulpturen - abgesehen selbstverständlich von Detail-Abbildungen - stets der Architektur-Zusammenhang deutlich wird.
Das weltberühmte Bauwerk in exquisiten Fotografien.
Pressestimmen:
"Der Kunsthistoriker Ernst Schubert, bester Kenner des Doms ..., hat jetzt eine Monographie vorgelegt, die ohne Zweifel für lange Zeit die endgültige sein wird. ... Ein besonderes Glanzstück ... sind die durchweg farbigen Abbildungen. Sie stellen eine vollständige Fotodokumentation dar und sind von einer Qualität und Eindringlichkeit, wie man sie vom Naumburger Dom und seinen Skulpturen noch nie gesehen hat. Faszinierende Detailaufnahmen erlauben fast haptische Eindrücke."
(Frankfurter Allgemeine Zeitung)
"Noch nie wurden die Naumburger Figuren so abgebildet. ... Selten hat ein erstklassiger wissenschaftlicher Text, der sich sowohl an die Fachwelt als auch an einen grösseren Leserkreis wendet, eine derart adäquate Illustration erhalten."
(Neue Zürcher Zeitung)
"Triumph der Details ... Der Versuch der beiden Autoren, 'das Erlebnis eines Denkmals großer Kunst' zu vermitteln, ist ihnen so gut wie nur möglich geglückt."
(Die Zeit)
"Prachtvoller Bildband ... kein Detail wird vergessen"
(Welt am Sonntag)
"... sind die [...] Fotos von einer seltenen, exzellenten Qualität. ... Ernst Schuberts Buch über den Naumburger Dom ist ein Genuß - zum Lesen und zum Betrachten. Es wird Grundlage für die künftige Beschäftigung mit diesem Hauptwerk der europäischen Kunstgeschichte sein."
(Journal für Kunstgeschichte)